automation in a new dimension

Das Herz schlägt im Container

Das Projekt zählte zu den größten und aufwendigsten in der Geschichte von futronic: Im Auftrag eines Herstellers von Schüttgutanlagen bauten unsere Steuerungsspezialisten eine Niederspannungsschaltanlage in zwei nagelneue Container. Die beiden Stahlkisten – eine genormte 40, die andere 20 Fuß lang – stehen heute auf dem Werksgelände des Endkunden, einem renommierten deutschen Reifenhersteller. Die Anlagenkomponenten decken weitestgehend den gesamten Materialtransport in der Reifenproduktion ab und stellen naturgemäß unterschiedliche Anforderungen an Steuerung und Antriebe. Daher lag die Herausforderung bei der Anlagenkonzeption vor allem in der Verknüpfung der einzelnen Teilanlagen zu einem gemeinsamen Steuerungssystem.

Stromschienen statt aufwendiger Verkabelung
Das Spektrum reicht von der Rohstoffannahme von Schüttgütern und Flüssigölen, der chargenbezogenen Verwiegung des Materials über den Mischprozess des Batches, den Transport in und zu den nachgeschalteten Walzwerken bis hin zum abschließenden Abtransport zum Palletierer. Dieser Prozess erfordert große Motorleistungen mit entsprechend hohem Energiebedarf und einer Gesamtanschlussleistung von nahezu 5000 A bei 400 VAC. Daher haben die futronic-Ingenieure die beiden Schrankreihen an den Längswänden des großen 40-Fuß-Containers mit zwei separaten Einspeisungen angelegt und je einem Mittelspannungstransformator zugewiesen. Zur Energieverteilung auf die einzelnen Schaltanlagenfelder kommt ein im Containerdach geführtes Stromschienensystem des Typs Maxi-PLS von Rittal zum Einsatz. Damit entfielen aufwendige Verkabelungen im Bodenbereich der Schaltanlagen.

Top-Technik von Siemens
Jede der Teilanlagen besteht aus einem Achsverbund von zwei großen Antrieben mit einer Leistung von 340 kW und 85 kW. Die Einspeisung regelt jeweils ein offener Leistungsschalter 3WL mit 1000 A. Abgehend hiervon führt die Stromschienenverteilung über auf diese Applikation zugeschnittene Drosseln auf ein rückspeisefähiges Smart-Line Modul. Das Smart-Line Modul speist den Zwischenkreis für die nachgeschalten Servomotor-Module und realisiert die Netzrückspeisung überschüssiger Energie aus dem Zwischenkreis zurück ins Werksnetz des Kunden. Die Vernetzung der Antriebskomponenten untereinander erfolgt über DriveCliq, ein offenes, echtzeitfähiges, antriebsinternes Interface von Siemens, das die Verknüpfung von Komponenten unterschiedlicher Hersteller im Antriebsbereich ermöglicht. Für die Anbindung an die überlagerte Prozesssteuerung setzte futronic auf das Profinet-Konzept von Siemens.

Ausgeklügelte Steuerungstechnik
Die beste Leistungselektronik funktioniert ohne ausgeklügelte Steuerungstechnik nicht. Den Herzschlag der Container-Anlage bestimmt eine im kleinen Container installierte PC-basierte Steuerung des Typs IPC 427C samt WINAC RTX F-Software, ebenfalls von Siemens. WinAC RTX F ist ein TÜV-geprüfter, fehlersicherer Software-Controller für Standard- und sicherheitsgerichtete Anwendungen. Die sicherheitsrelevante Sensorik und Aktorik ist über Profisafe angebunden. Die Anlagenvisualisierung leisten zwei redundant miteinander gekoppelte Box-PCs auf Basis der SCADA System WINCC V7.0-Software.

futronic als Lieferant für Automatisierungstechnik gesetzt
futronic verfügt bereits über langjährige Erfahrung gerade im Bereich der pneumatischen Fördertechnik und Dosierung von Schüttgütern. Im Auftrag des Kooperationspartners hat das Unternehmen in den letzten Jahren schon einige Projekte für besagten Reifenhersteller und seine Werke in aller Welt erfolgreich gestemmt. Weitere gemeinsame Projekte sollen folgen.

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Ansprechpartner Messen Stephan Pies - futronic GmbH

Stephan Pies
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